Das große Fressen...

Die Barbe ist in unseren Gewässern wohl kaum zu übersehen. In kleinen bis mittelgroßen Flüssen sieht man sie of in tieferen Rinnen rollen. Immer populärer wird die Fischerei diese Fische mit der Fliege. Auch wir haben uns in den letzten Jahren in diese Art der Fischerei eingefuchst und auch diese Saison hat uns schon mit fantastischer Fischerei beschert.

In knapp 2 Wochen, am 15. Mai, bekommen die Barben dann endlich ihre wohlverdiente Auszeit. Kurz bevor es die Flussbetten hinauf zu den Laichgründen geht, müssen die Fische noch einmal ordentlich Kraft Tanken und sich die entsprechenden Fettreserven für das Laichgeschäft anfressen. Direkt vor der Laichzeit ist also oft eine gute Zeit, hungrige und aktiv nach Futter suchende Barben anzutreffen und mit der richtigen Fliege abzupassen. Das hohe Nahrungsaufkommen in vielen Mittelgebirgsflüssen in unserer Region macht uns die Suche nach der richtigen Fliege dankbarerweise recht einfach. Köcherfliegenlarven und Bachflohkrebse gibt es zur Genüge und sind die perfekte Vorlage für ein entsprechendes Muster - passende Größe und Farbschema spielen dabei meiner Meinung nach eine viel Wichtigere Rolle, als eine naturgetreue Imitation.

Wenn das Wasser im Frühjahr noch recht kühl und oft sehr klar ist, sind naturgetreue, etwas unauffälligere Muster nach unseren Erfahrungen erfolgreicher. Bestätigt wurde dies bereits mehrmals in dieser Saison. Besonders kleine, großzügig beschwerte Muster wie Pheasant Tail und Hare’s Ear Variationen, sowie Peeping Caddis und kleine Bachflohkrebse führten zu soliden Ergebnissen. Spätestens, wenn ihr ein paar Steine umdreht, wird euch klar, warum diese Muster so erfolgreich sind – und zwar das ganze Jahr über und nicht nur auf Barbe, sondern gleichermaßen auf Forelle, Äsche, Döbel und Co.

Die warmen Tage Anfang des Jahres sorgten aber teilweise auch dafür, dass einige Tiere bereits jetzt im Laich sind – hier bitte besonders vorsichtig sein und entsprechende, Eier tragende Exemplare schonend zurücksetzen. Nach der Laichzeit geht es ja schließlich weiter – dann fängt sogar eigentlich erst die richtig spannende sommerliche Barbenfischerei an, aber dazu später mehr.

 

Hier einige der Top-Muster, die in den letzten Wochen zum Erfolg führten:

  1. Tungsten Uncased Caddis (grün), #14 - imitiert eine Köcherfliegenlarve ohne Köcher (z.B. Rhyacophila), kann nach der Laichzeit auch durchaus leichter oder unbeschwert gefischt werden.
  2. Peeping Caddis (oliv), #10-12 - eines unserer Evergreens und Lieblingsmuster in schnell fließenden Gewässern. Fantastische Barben und Forellenfliege.
  3. Czech Jig, #14-16 - Fasanschwanz geht immer und imitiert so ziehmlich alles. Sollte daher auch auf der Suche nach Barben nicht fehlen und sorgt oft für die eine oder andere Überraschung am Wasser.
  4. Shrimp (oliv), #12-14 - überall dort, wo viele Bachflohkrebse unterwegs sind teilweise unschlagbar. Auch gerne 

 

 

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